Wintger

Die Gemeinde Wintger erstreckt sich auf einer Hochebene (450-523m über NN) im Nordwesten der Region Éislek. Sie umfasst 27 Dörfer und Weiler mit über 4000 Einwohnern.  Mit 113,68 km2 ist sie die größte Gemeinde des Großherzogtums. Wintger ist die erste zusammengeschlossene Großgemeinde des Landes (1. Januar 1978) und entstand aus den früheren Gemeinden Asselborn, Boegen, Helzingen und Oberwampach.

Wer an Kultur interessiert ist, sollte die schmucken, restaurierten Dorfkirchen besichtigen und kann bei seinen Rundgängen so manch schön erhaltenen Dorfkern entdecken. Ob nun ausgedehnte, wellenförmige Hochflächen, auf denen reger Ackerbau betrieben wird, oder verschlungene, grüne Wiesentäler, von klaren Bächen durchzogen; jedes Landschaftsbild lädt zum Wandern ein und verspricht herrliche Panoramaaussichten. Besonders Naturliebhaber kommen hier voll auf ihre Kosten. Viele gut gekennzeichnete Wanderpfade mit wunderbaren Ausblicken stehen zur Auswahl. 

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Besonders sehenswert sind das Kloster Fünfbrunnen mit dem Judendenkmal, sowie der spätgotische Schnitzaltar in Helzingen (um 1500), welcher aus der Klaus-Kapelle am Waldrand stammt.

Des Weiteren sind das Cicignon- Denkmal bei der Kirche und die Überreste des ehemaligen Schlosses im Dorfe Oberwampach sehr reizvoll. Das Schloss war im Mittelalter der Sitz einer Reihe von Herrschaften, so unter anderem Jean C. Cicignon (geboren um 1630), dem Erbauer der norwegischen Stadt Trondheim, welche durch eine Feuersbrunst im Jahre 1681 komplett zerstört wurde. Der Turm der Kirche stammt aus dem 13. Jahrhundert, das Kirchenschiff wurde später angebaut. In diesem Kirchenschiff befinden sich wertvolle Fresken aus dem 15. Jahrhundert.